Mittwoch Abend ging es mit dem Bus 11 Stunden in den Südwesten Boliviens.
Am nächsten Morgen kamen wir dann in Potosi an.
Dort bezogen wir dann unser Hostel und machten uns gleich in die Minen Potosis auf. Auf dem Weg dorthin kauften wir Mitbringsel für die Minenarbeiter. Z.B. 95 prozentigen Alkohol, Zigarreten, Cocablätter … Dazu konnte man noch Dynamitstangen kaufen, die bei den Minenarbeitern wegen dem vergleichsweise hohen Preis (ca 1, 50 € - das Monatseinkommen liegt bei etwa 60 € ) gerne gesehen sind.
Die Minen waren sehr beeindruckend und die Gruselgeschichten von unserem Guide haben auch für eine nette Stimmung gesorgt ^^
In den Minen gibt es immer einige Teufelsstatuen, die aus Angst vor dem Tod und dem Teufel angebetet werden. Dafür gibt es bestimmte Rituale, bei denen unter anderem Cocablätter auf die Statue gestreut werden und Alkohol darüber gegossen wird.
Am Ende der Führung zündeten wir noch (mit sicherem Abstand) eine Dynamitstange an :D
Die “Casa de la Moneda” (Museum über bolivianische Münzpragung) war dann aber ein Reinfall. Alle waren etwas müde und eben nicht so sehr motiviert. Zum Glück erwischten wir aber genau die richige Führerin. Ihre Antrittsrede. “Alle sind ruhig wenn ich rede! Es wird nicht geplaudert während der Führung” wurde nur müde belächelt und nach kurzer Zeit mit begnügte sie sich nur noch damit, mit säuerlichem Gesichtsausdruck unsere (manchmal nicht ganz ernst gemeinten) Fragen zu beantworten.
Am nächsten Tag gingen die meisten Volontäre an eine Lagune. Doch da ich ziemlich erkältet war, blieben Marcia, Ani, David, Chris und ich in Potosi, gingen zu einem Aussichtsturm, wo wir die Miss Potosiauswahl trafen, und schauten noch etwas die Stadt an. Am Abend ging es weiter nach Sucre, was ca drei Stunden dauerte.
Dort angekommen gingen wir essen und danach relativ schnell schlafen.
Am nächsten Tag ging es etwas in die Stadt, die wirklich eine der schönsten Boliviens ist und gingen wieder in ein Museum, bei dem wir dieses mal überhaupt nicht enttäuscht wurden. Eine supernette Führerin, die Ahnung hatte, und uns die Geschichte Boliviens mit Unabhängigkeitskriegen, wichtigen Versammlungen, Schlachten und Beschlüssen näher brachte, machte das ganze echt interessant.
Nachdem wir von einem Aussichtspunkt, wo es ein Restaurant gab, den Blick und das warme Wetter genossen haben, mussten wir auch schon wieder zurück nach Hause, nach La Paz.
Letztes Wochenende gingen David, Tim , Alex ( Davids Besuch) und ich in die “Hauptstadt des Trekkens” , nach Sorata.
Sorata liegt etwa 4 Stunden nordwestlich von La Paz, doch wir brauchten durch die Straßenblockaden in El Alto etwas länger.
Irgendwie war die Hügellandschaft total anders, als z.B. die Hügellandschaft um Coroico. Außerdem waren die Bäume in Sorata nicht so dschungelmäßig, sondern eher nadelbaummäßig, was ich hier in Bolivien noch nicht gesehen habe.
Am Sonntag unternahmen wir eine Wandertour, die vom Anstrengungsgrad schon sehr nahe an die Wallfahrt von Copacabana herankam.
Um 5 Uhr morgens ging es Richtung Berge, Gletscher- und grüner Lagune los.
Insgesamt waren wir ca 14 Stunden unterwegs, was sehr anstrengend und manchmal etwas gefährlich war, aber uns ,wie eben so oft hier, die Landschaft doppelt entschädigt hat.
Montagvormittag besichtigten wir noch die “Gruta San Pedro” - eine Höhle, die einen Unterwassersee hat. In der Höhle war es richtig heiß, aber es war schon mal cool, einen See (entstand durch das Abschmelzen des Gletschers) in einer Höhle zu sehen. Auf dem See sind wir dann noch mit einem Tretboot rumgefahren und erkundeten mit Handy- und Kameralicht etwas den unbeleuchteten Teil der Gruta.
Am Nachmittag ging es dann wieder auf die Heimreise…
Machts alle gut! Am Samstag gehe ich übrigens Paragleiten :)
Joni